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Geboren wurde ich als "Erleuchtung" in eine karnevalistisch geprägte Elektrikerfamilie.(Ich bezeichne mich daher auch gerne als leicht karnevalsgestört)Laufen lernte ich zum Leidwesen meiner Mutter erst mit 2 Jahren. Dafür entdeckte ich um einiges früher das Sprechen für mich.Während alle gebannt auf meine ersten Schritte warteten, plauderte ich unterdessen munter vor mich hin. Meine Mutter beschloss schließlich mein Plaudertalent zu nutzen und übte sehr früh Gedichte und Gesangstexte mit mir ein - Für diese früh trainierte Gabe des "Auswendiglernens" bin ich ihr heute noch dankbar. Im zarten Alter von 4 Jahren stellte man mich erstmals auf eine Bühne (Ostermannsaal, Sartory-Säle Köln), wo ich anlässlich einer karnevalistischen Weihnachtsfeier meine ersten Weihnachtsgedichte vortrug. Es ist davon auszugehen, dass ich dies sehr inbrünstig tat - jedenfalls hatte der Nikolaus Tränen der Rührung in den Augen. Ich glaube in diesem Augenblick fiel bei mir die Entscheidung für die "Bretter, die die Welt bedeuten". Auf jeden Fall (so lautet die Überlieferung) gab ich ungefragt Zugaben und war nur durch gutes Zureden von der Bühne zu entfernen.
Dank meiner Lernfreude kam ich gut durch meine Schulzeit. Als ich jedoch zuhause den Berufswunsch „Schauspielerin“ äusserte, erhielt ich die klassische Antwort „Lern erst mal was Anständiges!“ Nun, das tat ich dann auch. Das -in einem „anständigen“ Beruf- verdiente Geld, investierte ich dann doch in meinen Traumberuf.
Ich besuchte unzählige Schauspiel-Workshops an renommierten Theatern, z.B. im freien Werkstatt-Theater Köln, nahm Schauspiel,- Tanz,-Klavier-und Gesangsunterricht Und so stehe ich heute als Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin da, wo ich schon immer hin wollte. (Manche Menschen lassen sich auch von größeren Umwegen nicht von ihrem Ziel abbringen). Lange habe ich in freien Theaterensembles oder als Kleindarstellerin bei Film-und Fernsehen jede denkbare Rolle gespielt.
1995 entdeckte ich meine Faszination fürs Kabarett und stürzte mich, wie schon so oft, voll Eifer in die neue Materie. Seit 1999 schreibe ich meine Programme selbst. In erster Linie betreibe ich gesellschaftskritisches Kabarett und am liebsten mit einer guten Portion Mutterwitz. Tagesaktuelle „Reizthemen“ werden kurzfristig in das Programm „eingebaut“. Nicht nur der „Kölner Klüngel“, die „One-man-Medienshow“ in Köln und anderswo oder die Vertreter der Gentechnik wissen davon ein Lied zu singen. Aber ich lege nicht nur Wert auf Wortwitz, sondern ebenso auf gute schauspielerische Leistung. Nur zu gerne verwandle ich mich mit Hilfe weniger Requisiten innerhalb kürzester Zeit in eine andere Person. Bin ich nun schauspielernde Kabarettistin oder kabarettistische Schauspielerin? Diese Entscheidung liebes Publikum überlasse ich ihnen!
Ein Warnhinweis: Ich improvisiere für mein Leben gern. Dadurch werden sie textmäßig nie zwei gleiche Abende erleben. Kommen sie also ruhig öfter mal rein.
Meine Teilzeitschuhverkäuferin Elfriede Schmitz, geplagt mit ihrem „Dauerlieger“ Eberhard hat mittlerweile eine stattliche Fangemeinde. Dicht gefolgt von "Babsi Lützenkirchen". Und damit das Theater nicht zu kurz kommt, wurde ich , als Brautmutter, in Bill Mockridge's Springmaus-Produktion „Hochzeit auf Rheinisch“ , die seit Oktober 2003 regelmäßig in Köln, Bonn und anderen rheinischen Gefilden aufgeführt wird, engagiert. Diese "Hochzeit" hat mittlerweile Kultstatus und wurde schon über 200 Mal gespielt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Und ich bin noch lange nicht fertig. Meine Lernfreude blieb mir bis heute erhalten, so dass ich noch das ein oder andere Talent in mir entdecken kann. Wenn man mich lässt!
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